Glen Garioch 2012/2024 | MoS24036
Malts of Scotland | 12 Jahre | 56,1 % | Bourbon Barrel
Ich finde: Einen aggressiven Alkohol-Unfall. Sorry. Ein perfektes Beispiel dafür, dass „Cask Strength“ nicht immer besser ist. Hier fehlt die Reife oder die Balance, um den Alkohol zu bändigen. Ein Tropfen Wasser hilft vielleicht, aber er kann den Charakter nicht retten.
Nase: Es fängt harmlos an. Ein bisschen Macadamia, leicht, fast schüchtern. Und dann? Bäm. Der Alkohol steigt dir in die Nase wie Dämpfe aus dem Chemielabor. Scharf, stechend, unangenehm.
Gaumen: Die Textur verspricht kurz etwas Gutes – leicht ölig, cremig. Aber dann wird der Teppich weggezogen. Der Alkohol übernimmt komplett. Er ist nicht eingebunden, er steht einfach nur im Weg. Es brennt. Richtig unangenehm. Wenn man sich durch den Brand kämpft, findet man vielleicht noch eine trockene Süße. Aber der Kampf lohnt sich nicht.
Abgang: Die Schärfe bleibt. Zum Glück nicht ewig. Aber viel mehr bleibt auch nicht.
Fazit: Ein Whisky, der mich wütend macht. Weil ich weiß, dass da ein guter Geschmack drinsteckt. Aber er wurde gnadenlos vom Alkohol erschlagen. Keine Balance, keine Freude. Nur Brennen.

